Minimalistisch leben: nachhaltige Lebenseinstellung und räumliche Herausforderung

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Redakteur
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(CIS-intern) – Minimalismus in der Wohnumgebung verlangt gute Organisation für dauerhaftes Wohlgefühl. Manchmal zwingen die Raumverhältnisse zur Sparsamkeit bei der Einrichtung. Als Lebensgefühl oder aus tatsächlichen Platzspargründen macht Minimalismus gleichzeitig kreativ und fühlt sich damit weder ärmlich noch beengt an.

Minimalismus nicht mit Geiz verwechseln

Minimalisten sparen eine Menge Geld für weniger nötige Einrichtung, Kleidung und Utensilien. Sie sind jedoch keinesfalls geizig. Ihnen genügt es einfach, mit wenig zufrieden zu sein. Stattdessen genießen sie mehr freie Zeit durch weniger Putzaufwand und mehr Gelassenheit durch zwangsläufig bessere Ordnung in der Kleinorganisation. Minimalistisch leben ist für viele Menschen auch ein persönliches Statement gegen eine verschwenderische Konsumgesellschaft.

Sparraum Nischen: Stauraumwunder mit simplen Möglichkeiten

Meister der Stauraumausnutzung in allen Richtungen sind Tiny Houses mit vielen Nischen, Absätzen und Kanten. Alles dort wird nicht allein in die Länge und Breite geplant, sondern auch nach oben mitgedacht. Tische zum Ausziehen, Betten zum Einklappen in Nischen oder Modulschubladen in den kleinsten Winkeln machen aus dem Minihaus mit wenigen Handgriffen einen richtig gemütlichen Wohnraum. Dieses Prinzip kann ruhig auch in einer großen Wohnung ausprobiert werden. Gleich bleibt mehr Raumweite, um beispielsweise mit den Kindern ordentlich durch das nach Wunsch große oder kleine Wohnzimmer zu toben.

Platzsparideen für Minibäder und Gäste-WC

In Altbauten ist für ein modernes Badezimmer oder Gäste-WC eben nur ein kleiner Nebenraum übrig. Eine Möglichkeit zum Platz sparen auf so engem Raum ist es, einen Teil der Badetextilien und -utensilien in Rollcontainer im Flur vor dem Raum auszulagern. Wie beim Tiny House werden sie erst bei Benutzung als Raummöbel hereingerollt und sofort wieder hinausgeschoben. Die zweite Möglichkeit zur optischen Raumweitung ist das Spiel mit rund und eckig, beispielsweise rundem Waschtisch auf eckigem Unterschrank oder runde Wandspiegel gegenüber einer eckigen Duschkabine.

Verwinkelter Altbau: Raumnutzung charmant um die Ecke planen

Ein Klappbett im verwinkelten Schlafzimmer lässt Bettzeug und Bettfläche tagsüber simpel hinter einer Holzfront verschwinden. Tagsüber kann im Wohn-/Schlafzimmer kleiner Wohnungen aus dem Schlafsofa für Zwei eine schmale, gemütliche Wohnlandschaft für Familie und Besucher werden. Farblich sollten solche verwinkelten Miniräume nicht weiß, sondern in hellen Pastellfarben gestrichen sein. Ein heller Bodenbelag ohne unruhige Verlegemuster zeichnet die eigentlich unbequemen Raumecken weich und lässt das ganze Zimmer optisch größer wirken.

Aus Eins mach’ Zwei bei großzügigen Raumschnitten

Große Kinderzimmer eignen sich für das Aufstellen von verspielten Hausbetten im einen und Schultisch mit Ablagen im anderen Raumbereich. Wohnzimmer mit Raumteilern aus Milchglas wirken trotz fehlender Durchgangstür wie zwei Nutzungsbereiche. In Altbauten lassen sich Balken mitten im Raum prima als Blumenablage auf mehreren Etagen nutzen oder mit Accessoires auf eingearbeiteten Brettern schmücken. Trotz eines völlig anderen Raumkonzepts bewährt sich auch hierfür der Minimalismus. Wenige, zweckmäßige Einrichtungsgegenstände und Möbel können bei Bedarfsveränderungen leicht umgestellt werden. Schon vorher kann auf großen Wandflächen mit unterschiedlichen Anstrichen der gedachte zweite Raum imitiert werden.

Fazit:
Minimalismus ist auch bei genügend Wohnraum eine nachhaltige Wohnidee und Lebensphilosophie. Nach dem Vorbild von Tiny Houses helfen Mehrzweckeinrichtungen, die Funktionalität zwischen Tag und Nacht oder bei Besuch durch Klappen, Schieben oder Stapeln zu verändern. Vorausschauend gedacht, können auch große Innenräume diesem minimalistischen Prinzip mit harmonischer optischer Wirkung folgen.

Bild von Milada Vigerova auf Pixabay

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