Ratgeber: Wie du Winterreifen richtig einlagerst und was du dabei beachten solltest

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Redakteur

(CIS-intern) – Die richtige Lagerung der Reifen erhöht ihre Lebensdauer. Mehrere Faktoren spielen für die optimale Einlagerung der Winterreifen eine wesentliche Rolle.

Als Autofahrer bist du normalerweise zweimal im Jahr mit dem Reifenwechsel konfrontiert. Mit dem Reifenwechsel stellt sich auch die Frage der richtigen Lagerung. Was du bei der idealen Einlagerung der Reifen beachten solltest, beschreibt der folgende Beitrag.

Warum ist es wichtig, dass du deine Winterreifen richtig einlagerst?

Wenn du deine Winterreifen vorschriftsmäßig einlagerst, sorgt dies für eine längere Haltbarkeit des Pneus und es verhindert Beschädigungen an den Laufflächen und an den Karkassen. Bei richtiger Lagerung bleibt das Material weich und es bekommt keine Risse, deine Winterreifen haben eine höhere Lebenserwartung, was wiederum für deine Sicherheit und den Fahrkomfort entscheidend ist. Sonneneinstrahlung, Kälte und Hitze hingegen verkürzen die Lebensdauer deiner Reifen. Achte daher darauf, deine Reifen optimal zu lagern, auf jeden Fall kühl, trocken und dunkel. Dann sind deine Reifen geschont und zur nächsten Saison wieder einsatzfähig. Die richtige Lagerung deiner Winterreifen, hierbei spielen der Lagerort, die Lagerposition und der Luftdruck eine wesentliche Rolle, entscheidet über die Haltbarkeit und die Lebensdauer deiner Reifen.

Wie lange kann man Winterreifen eingelagert lassen?

Reifen, die älter als 6 Jahre alt sind, solltest du nicht mehr einlagern. Das Alter eines Reifens kannst du an der sogenannten DOT-Nummer an der Reifenflanke ablesen. Gesetzlich festgelegt ist, dass du deine Reifen unter einer Mindestprofiltiefe von 1,6 mm auf jeden Fall tauschen musst. Alle 6 Jahre, allerspätestens alle 8 Jahre sind die Räder ebenfalls zu wechseln.

Wie werden Winterreifen mit Felgen/ohne Felgen richtig eingelagert?

Bei Kompletträdern (Reifen auf Felge) ist es sinnvoll, den Reifenluftdruck vor dem Einlagern um circa 0.5 bar zu erhöhen. So kannst du vorbeugen und eventuelle Druckverluste während dem Lagern gut ausgleichen. Vor der Einlagerung solltest du unbedingt die Reifen und auch die Felgen reinigen und auf etwaige Schäden prüfen, checke auch die Profiltiefe. Achte darauf, das Reinigungsmittel mit viel klarem Wasser gründlich zu entfernen. Säurehältige Felgenreiniger können nämlich das Aluminium angreifen. Wenn du zweifelhafte Schäden entdeckst, und dir nicht sicher bist, beispielsweise größere Dellen in der Felge, Risse oder Luftverlust, solltest du auf jeden Fall den Fachmann um seinen Rat fragen. Weist eine Felge beispielsweise Rostflecken auf, solltest du diese unbedingt vor dem Einlagern behandeln. Nur so kannst du verhindern, dass sich die betroffenen Stellen vergrößern. Gesetzlich ist ein Restprofil von mindestens 1,6 mm vorgeschrieben. Idealerweise sollte jedoch ein Winterreifen mindestens 4 mm, ein Sommerreifen mindestens 3 mm Restprofil aufweisen, da die Haftung eines Reifen bei Nässe ab einem Profil von weniger als 4 mm bereits deutlich abnimmt. Empfehlenswert ist eine Lagerung auf sogenannten Felgenbäumen oder an einer Halterung an der Wand. Achte dabei darauf, deine Reifen oder das Felgenhorn nicht von sehr harten Halterungen beschädigt werden. Da Kompletträder auch über ein entsprechendes Gewicht verfügen, muss die Halterung an einer stabilen Unterkonstruktion befestigt sein.

Wenn du Reifen ohne Felgen lagern willst, solltest du sie ebenfalls auf etwaige Schäden oder Verschleißspuren überprüfen. Sind deine Reifen in Ordnung, solltest du sie senkrecht, also stehend lagern und etwa alle 6 Wochen die Pneus um ein Viertel drehen, damit eine gleichmäßige Abnutzung gewährleistet wird. Vor erneuter Montage gilt, die Profiltiefe, den Luftdruck und die Gewichte vom Auswuchten zu kontrollieren.

Warum sollen Reifen nicht gestapelt werden?

Wenn du deine Reifen stapelst, kann es durch den Druck auf die unten liegenden Reifen zu Verformungen kommen. Deshalb ist es empfehlenswert, wenn du die Räder aufhängst. Auf diese Weise wird jedes einzelne Rad vor Druckstellen und Verformung geschützt, auch bei Druckverlust.

Warum spielt die Kennzeichnung der Reifen eine so wichtige Rolle?

Es spielt eine wesentliche Rolle für die Sicherheit und den Fahrkomfort, dass du die Reifen bei der nächsten Verwendung wieder an der richtigen Stelle montierst. Deshalb ist es so wichtig, dass du bei der Demontage die Räder mit einem Wachsstift oder mit Kreide markierst. VL bedeutet vorderes linkes Rad, VR steht für vorderes rechtes Rad, HL bezeichnet das hintere linke Rad und HR das hintere rechte Rad. Sind die Reifen an der Vorder- und der Hinterachse unterschiedlich stark abgenutzt, kannst du, wenn du die Wagenseite beibehältst, die Räder auch zwischen den Achsen tauschen. Achte darauf, dass die Reifen mit dem größeren Restprofil immer an der Hinterachse montiert werden. Weiters solltest du beachten, dass du nie einzelne Räder tauschen kannst, sondern immer nur paarweise. Grundsätzlich wird empfohlen, dass du deine Räder etwa alle 10 000 km achsweise tauscht, das bedeutet von vorne rechts nach hinten rechts. Auf diese Weise kannst du einem ungleichmäßigen Abfahren der Profile vorbeugen. Wenn du deine Reifen kennzeichnest, profitierst du von einer längeren Nutzung. Indem du die Räder regelmäßig tauscht, sorgst du für eine gleichmäßige Abnutzung und dies kommt insgesamt der ganzen Lebensdauer der Räder zu Gute. Überprüfe bei jedem Räderwechsel ebenfalls die Pneus auf ihren Zustand, um kein Sicherheitsrisiko einzugehen.

Was bringt die professionelle Einlagerung von Reifen für Vorteile?

Wenn du keine Ganzjahresreifen verwendest, bist du zweimal im Jahr mit dem Reifenwechsel konfrontiert und stellst dir sicher die Frage, wo du die Reifen für die vergangene Saison einlagern sollst. Eine professionelle Einlagerung beim Fachmann, in der Werkstatt oder in einem Lager des Reifenfachbetriebs bringt viele Vorteile mit sich. Vor allem aber kannst du dir sicher sein, dass deine Reifen wirklich fachgerecht gelagert werden. Dies bedeutet eine kühle, trockene und dunkle Lagerung. UV-Einstrahlung und Sonnenlicht greift besonders die Gummimischung der Reifen an und beschleunigt den Alterungsprozess der Reifen. Besonders, wenn die Räder längere Zeit nicht am Auto montiert sind, solltest du sie professionell lagern, da sie gerade dann einer speziellen Einlagerung bedürfen.

Oft kann man diese idealen Bedingungen zu Hause allerdings gar nicht schaffen. Eine falsche Lagerung kann allerdings zu erheblichen Schäden führen! Dies kann bei der erneuten Montage dann für dich und die Autoinsassen gefährlich werden. Wenn du also auf Nummer sicher gehen willst, solltest du deine Reifen in die Hände eines Fachmannes geben, wo du dir sicher sein kannst, das deine Räder die idealen Lagerbedingungen bekommen. Du kannst auch die Einlagerung in einem Reifenhotel nutzen. Dort lagern deine Räder in der richtigen Position in einer speziellen Regalvorrichtung bei der richtigen Temperatur. Weiters hast du den Vorteil, dass du den Platz zu Hause zum Einlagern nicht bereitstellen musst und sich die Reifen für den Reifenwechsel bereits in der Werkstatt befinden. Die Kosten sind überschaubar, meistens zahlst du einen monatlichen Unkostenbeitrag.

Wie teuer ist die Lagerung von Reifen?

Es lohnt sich, wenn du die Preise und die eingeschlossenen Leistungen überprüfst. Die Preise findest du häufig nach Zollgrößen gestaffelt. Du findest Angebote für die reine Einlagerung der Winterreifen ohne jegliche Zusatzleistung zwischen 10 und 86 Euro.

Fazit: Wenn du deine Winterreifen zu Hause einlagern möchtest, solltest du auf die optimalen Lagerbedingungen kühl, dunkel und trocken achten. Beim Fachmann hast du die Vorteile, dass deine Winterreifen zu den optimalen Bedingungen versorgt werden. Das fachgerechte Lagern deiner Winterreifen erhöht ihre Lebensdauer. Vor dem Einlagern solltest du die Reifen gründlich reinigen und auf etwaige Schäden überprüfen. Beachte die richtige Lagerposition und die Unterschiede bei Reifen ohne Felgen und Kompletträdern.

Bild von Mylene2401 auf Pixabay

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