Husumer Sperrwerk wird für Bauwerkprüfung zwei Monate geschlossen

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Redakteur

(CIS-intern) – Vom 12. April bis voraussichtlich zum 11. Juni 2021  werden Wasserfahrzeuge das Husumer Sperrwerk nicht mehr durchfahren können. Die zweimonatige Sperrung ist für eine große Bauwerkprüfung erforderlich, bei der die Sperrwerkskammer trockengelegt wird. Die Hafennutzer und die Anwohner der Zufahrtsstraße Rieke Reech in der Gemeinde Simonsberg wurden vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) über die Arbeiten informiert und um Verständnis für Einschränkungen gebeten.

Foto: Hartmut Schwarzbach / LKN.SH

„Wir prüfen all unsere Bauwerke in regelmäßigen Abständen. Jährlich untersuchen auch Taucher unsere Sperrwerke. 46 Jahre nach dem Bau des Husumer Sperrwerks müssen die Sperrwerkskammer, die drei Torpaare und ihre Lager aber nun trocken inspiziert und gegebenenfalls instandgesetzt werden“, erläutert LKN-Geschäftsbereichsleiter Henning Skuppin das außergewöhnliche Vorhaben.

 

Die Trockenlegung des Husumer Sperrwerks wurde vom LKN.SH zwei Jahre lang vorbereitet. Fischer, Segler und andere Hafennutzer waren bereits zu diesem Zeitpunkt über die geplante Sperrung informiert worden, so dass sie sich darauf einstellen konnten und viele nun vorübergehend in andere Häfen ausweichen. Die nicht aufzuschiebenden oder verkürzbaren Arbeiten beginnen unmittelbar nach der Sturmflutsaison und werden vor dem Sommer abgeschlossen um Beeinträchtigungen zu minimieren.

 

Zur Trockenlegung der Sperrwerkskammern werden see- und hafenseitig jeweils 70 Rohrnadeln nebeneinander in den Grund der Hafendurchfahrt gesetzt. Jede ist 11,5 Meter lang und hat 36 Zentimeter Durchmesser. Danach wird das Wasser aus der Sperrwerkskammer gepumpt. Die 65 Tonnen schweren Sperrwerkstore werden dann von einem Kran in ein Arbeitsgestell gehoben. Über einen Umlauf am Sperrwerk bleibt das Hafenbecken mit der Nordsee in Verbindung, die Tide wird ein- und ausschwingen.

 

Die schweren Tore und die weite Auslage erfordern den Einsatz des größten Mobilkranes der Welt. Für den rund 1000 Tonnen schweren Gittermastkran wurde im vergangenen Jahr ein standsicherer Stellplatz auf der Südseite des Sperrwerks hergestellt.

 

Im gesamten Zeitraum der Arbeiten, vor allem aber während des Auf- und Abbaus des Krans, werden LKW über die Straße Rieke Reech Material transportieren. Der LKN.SH hat die Anwohner angeschrieben und bittet sie, eine Seite der Fahrbahn freizuhalten und ihre Fahrzeuge auf ihren Grundstücken oder auf der Bankettseite zu parken.

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