Wenn das Handy zur Geldbörse wird

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Redakteur

(CIS-Verbrauchertipps) – Ein Druck aufs Display und wie durch Magie ist die Rechnung an der Supermarktkette oder im Restaurant bezahlt. Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone funktioniert fast ähnlich wie das kontaktlose mit einer NFC-Kreditkarte. Für das smarte Handy wird eine App benötigt, mit der an der Kasse der Bezahlvorgang eingeleitet wird. Dabei sind auf dem Markt sehr unterschiedliche Apps zu finden.

Foto: Mario De Mattia

Die Wahl der richtigen App hängt auch von der eigenen Bonität maßgeblich ab. So setzen Edeka und Netto zum Beispiel auf eine ganz eigene App, die in den meisten Filialen zur Zahlung mit dem Smartphone verwendet werden kann. Allerdings wird vorab eine Bonitätsauskunft durchgeführt, wodurch viele Nutzer nicht in den Genuss kommen. Andere Apps für das mobile Zahlen können hingegen aufgeladen werden, dadurch erübrigt sich in vielen Fällen eine Prüfung der Bonität.

Doch zwei Fragen bleiben bei der Nutzung bestehen. Zu einem ist fraglich, wie sicher der Vorgang ist? Zum anderen, wie gläsern der Kunde dabei wird? Die letzte Frage ist einfach zu beantworten. Wer mit dem Smartphone im Supermarkt bezahlt, wird durchsichtig. Die Analysefirmen, die am Ende diese Daten verarbeiten und über raffinierte Computerprogramme analysieren, können so ganz einfach feststellen, wann jemand schwanger ist, krank oder auch arbeitslos. Die Analyse ist kein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz, da es sich oft um Tochterunternehmen bzw. Abteilungen des App Anbieters handelt. Die Daten gehen dadurch nicht an Dritte.

Doch wie sicher ist mobiles bezahlen?

Wer mit der Kreditkarte kontaktlos bezahlt, hat ein hohes Risiko zu tragen. Nicht umsonst boomt der Markt mit den Schutzhüllen für Kreditkarten und Pässe. Die mobile Zahlung mit dem Smartphone hingegen ist sicherer. Allerdings gibt es keine wirklich aussagefähigen Zahlen, wie sicher/unsicher diese Methode ist. Letztlich kommt es auch auf den Verbraucher an. So erfordern zum Beispiel viele Apps längere Passwörter, die Buchstaben, Zahlen und ein Zeichen enthalten müssen. Das führt meistens dazu, dass viele Nutzer die Passwörter auf Zetteln dabei führen. Das Handy wird zum Geldbeutel, die Funktionen sind ausgereift, dennoch ist die Skepsis groß bei den Nutzern.

Was einige nicht wissen: Der Zahlvorgang ist auch dann möglich, wenn keine Internetverbindung besteht. Bis zu 10 Zahlungsvorgänge können teilweise hintereinander auch ohne Internet ausgeführt werden.

Was brauche ich zum mobilen Bezahlen per Handy

Die Voraussetzungen sind übersichtlich. Je nach App kann es aber sein, dass eine Bonitätsprüfung durchgeführt wird. Ansonsten reicht ein handelsübliches Smartphone und eben eine entsprechende App, mit der das mobile Bezahlen möglich ist. In der Regel ist bei einem Betrag bis zu 25 Euro keine PIN-Abfrage notwendig.

Wie Sie mit dem Handy bezahlen, hängt auch von der genutzten App an. In der Regel erfolgt die Zahlung zum Beispiel durch NFC (Near Field Communication). Sie halten also das Display nah an das Bezahlterminal. Die Zahlung wird getätigt. Bei der App von Netto – Edeka wird ein Zahlencode generiert, der dann vorgezeigt wird. Letztlich kommt es aber darauf an, wie jemand zahlt. Das Bargeld ist am Ende doch immer noch am schönsten.

 

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