
Knapp 40 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung der Volkshochschule Husum zum Dialogabend „Wie geht es mir in Husum? – Sprechen und Zuhören“ im Rathaus gefolgt. Unter der Schirmherrschaft von Bürgervorsteher Robert Koch kamen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Lebenssituationen und Hintergründe zusammen, um persönliche Erfahrungen, Gedanken und Perspektiven zum Leben in Husum zu teilen. Unter den Teilnehmenden befanden sich auch Vertreterinnen und Vertreter der Husumer Kommunalpolitik.
Im Mittelpunkt des Abends stand nicht die Diskussion von Lösungen oder politischen Forderungen. Vielmehr bot das Format „Sprechen & Zuhören“ einen geschützten Raum für den persönlichen Austausch. Ziel war es, einander zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und besser zu verstehen, wie Menschen zu ihren Meinungen und Einschätzungen gelangen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Kristiane Stotz. Klare Gesprächsregeln sorgten dafür, dass jede Person ausreichend Raum erhielt, ihre Gedanken zu äußern, ohne unterbrochen, bewertet oder kommentiert zu werden. Ebenso wichtig war die Bereitschaft, anderen aufmerksam zuzuhören und deren Perspektiven nachzuvollziehen.
Die Teilnehmenden sprachen über ihre Erfahrungen im Alltag, über Verbundenheit mit der Stadt, über Wünsche für das gesellschaftliche Miteinander, aber auch über Herausforderungen und Sorgen. Dabei zeigte sich, wie vielfältig die Wahrnehmungen und Lebensrealitäten in Husum sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Menschen den Wunsch teilen, miteinander im Gespräch zu bleiben und ein respektvolles Miteinander zu pflegen.
„Sprechen & Zuhören“ ist ein bundesweit erprobtes Dialogformat, das darauf abzielt, Verständnis zwischen Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen zu fördern. Es geht nicht darum, andere zu überzeugen oder gemeinsame Positionen zu entwickeln, sondern darum, gehört zu werden und selbst zuzuhören. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung kann ein solcher Austausch einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Kultur und zum Zusammenhalt vor Ort leisten.
Die Volkshochschule Husum und die Stadt Husum ziehen ein positives Fazit des Nachmittags. Die große Beteiligung und die Offenheit der Gespräche haben gezeigt, dass das Interesse an respektvollen Begegnungsräumen groß ist und viele Menschen bereit sind, ihre Erfahrungen und Sichtweisen miteinander zu teilen.
„Das war ein gelungener Auftakt einer möglichen Veranstaltungsreihe, die für Bürger und auch Politiker viel Transparenz bietet, während man super miteinander ins Gespräch kommt. Die hohe Teilnehmerzahl war beeindruckend und ich freue mich bereits auf weitere Veranstaltungen dieser Art von der Volkshochschule“, so Bürgervorsteher Robert Koch abschließend.
Foto: Stadt Husum




